MISA CRIOLLA & Navidad Nuestra


Samstag, 1. Dezember 2018, 20.00 Uhr, Stadtkirche Thun Tickets

Sonntag, 2. Dezember 2018, 17.00 Uhr, Petruskirche Bern Tickets

 

Raphael Höhn, Tenor

Jakob Pilgram, Tenor

Tobias Wicky, Bariton

Vital Julian Frey, Cembalo

Ernesto Mayhuire, Charango

Ralph Marks, Perkussion

Pascal Viglino, Perkussion

Sándor Török, Kontrabass

Kammerchor Seftigen

Patrick Secchiari, Leitung

 

Programm

Ariel Ramírez (1921-2010)

- Misa Criolla

- Navidad Nuestra

 

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Der argentinische Komponist Ariel Ramírez begeisterte sich schon früh für südamerikanische Folklore. Seine Misa Criolla (dt.: Kreolische Messe) verbindet auf virtuose Weise den liturgischen Messetext mit Rhythmen und musikalischen Formen aus Südamerika. Mit Navidad Nuestra (dt.: Unsere Weihnacht) komponierte er eine Weihnachtskantate, bei der jeder der sechs Sätze einem südamerikanischen Tanz gewidmet ist. Aber auch die von Félix Luna verfassten Texte katapultieren die Weihnachtsgeschichte in den südamerikanischen Raum: So reisen Maria und Josef durch die subtropische Pampa, die Hirten treten mit einer Chaya (argentinischer Tanz) auf und die Könige bringen als Geschenk einen weissen Poncho aus echtem Alpaka!


Raphael Höhn, Tenor

Raphael Höhn sammelte erste Gesangserfahrungen als Altsolist bei den Zürcher Sängerknaben mit denen er neben CD-Aufnahmen auch in Mozarts Zauberflöte am Opernhaus Zürich zu hören war. Nach dem Studienvorbereitungskurs bei Frédéric Gindraux nahm er sein Studium des klassischen Gesangs an der Zürcher Hochschule der Künste bei Scot Weir auf. Es folgte ein Master of Arts in Alte Musik am Königlichen Konservatorium in Den Haag, wo er von Rita Dams, Peter Kooij, Michael Chance und Jill Feldman unterrichtet wurde. Er besuchte Meisterkurse u. a. bei Andreas Scholl, Gerd Türk, Mariëtte Witteveen und Jean-Paul Fouchécourt.

Als Solist wird er regelmässig für Konzerte in ganz Europa engagiert. Innerhalb seines breiten Repertoires von Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Musik widmet er sich besonders der Interpretation barocker Werke, wobei er besonderen Wert auf die rhetorische Umsetzung der Textunterlegung legt. Er arbeitete unter anderem mit Ton Koopman, Frans Bruggen und Jos van Veldhoven, Vaclav Luks und Howard Griffiths zusammen wobei ihn sein Weg schon an das Lucerne Festival, die Händel Festspiele Göttingen und an das Bachfest Leipzig führte. Daneben singt er in den professionellen solistischen Vokalensembles Voces Suaves und Vox Luminis.

Raphael Höhn ist unter anderem Gewinner des Studienpreises des Migros-Kulturprozents (2014) und Preisträger des Internationalen Bachwettbewerb Leipzig (2016).


Jakob Pilgram, Tenor

Jakob Pilgram studierte er an der Musik-Akademie der Stadt Basel bei Hans-Jürg Rickenbacher Gesang, sowie Schulmusik und Chorleitung. Im Juli 2008 legte er dort sein Lehrdiplom mit Auszeichnung ab. Er vervollständigte seine Studien an der Zürcher Hochschule der Künste in der Konzertklasse von Werner Güra. Im Januar 2011 schloss er dieses ebenfalls mit Auszeichnung ab.

Als gefragter Solist im In- und Ausland sang er mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Ton Koopman, Andrea Marcon, Hans-Christoph Rademann, Pablo Heras Casado, Andreas Spering, Alessandro De Marchi, Olof Boman, Rudolf Lutz und Clau Scherrer und erarbeitete sich ein fundiertes Wissen über die historische Aufführungspraxis. Er stand als Gastsänger auf den Bühnen der Theater Basel, Bern und Luzern und ist seit 2005 Bestandteil des Origen-Ensembles, mit dem er bei zahlreichen Uraufführungen mitwirkte.

2005 gründete Jakob Pilgram das professionelle Vokalensemble larynx, bei dem er als musikalischer Leiter und Dirigent wirkt, und das 2012 mit dem Kulturförderpreis des Kantons Baselland ausgezeichnet worden ist. Er ist zudem Mitglied mehrerer professioneller Vokalformationen wie dem Balthasar Neumann-Chor sowie dem Ensemble Vocal Origen.

Seit 2004 bildet er mit Mischa Sutter ein Liedduo, das 2012 mit dem dritten Preis des internationalen Liedwettbewerbes "Franz Schubert und die Musik der Moderne" in Graz, sowie 2008 mit dem Anerkennungspreis für Liedgestaltung der Basler Orchester Gesellschaft (BOG) ausgezeichnet worden ist. Zudem engagiert er sich Vorstand des Vereins „Besuch der Lieder“.


Tobias Wicky, Bariton

Tobias Wicky erhielt seine erste gesangliche Ausbildung in der Knabenkantorei Basel. Nach seinem Bachelorabschluss in Luzern setzte er seine Studien bei Marcel Boone an der Musikhochschule Basel fort. Parallel dazu vertiefte er seine Kenntnisse in historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis bei Rosa Dominguez.

Der junge Bariton ist an diversen Aufführungen im In- und Ausland engagiert. Sein besonderes Interesse gilt dem Lied- und Oratorienfach. Das Repertoire umfasst Werke aus dem Frühbarock bis hin zu zeitgenössischer Musik.

Seit 2016 bildet er mit der Pianistin Maki Wiederkehr ein festes Liedduo, welches regelmässig zusammen konzertiert. Das Repertoire umfasst Werke von Franz Schubert und Robert Schumann, sowie Werke aus der Mélodie Française von Gabriel Fauré, Claude Debussy, Henri Duparc und Francis Poulenc.

Wichtig ist ihm auch die Pflege des Ensemblesingens, welches ihn seit seiner frühen Kindheit begleitet. Neben seiner solistischen Tätigkeit als Lied- und Konzertsänger ist der junge Bariton Mitglied in mehreren professionellen Vokalformationen wie der Bachstiftung St. Gallen, dem Ensemble Orlando Fribourg, dem Ghislieri Consort Pavia und ab 2018 bei Collegium Vocale Gent.

2012 gründete er das professionelle Ensemble Voces Suaves, welches in den Jahren 2014 – 2016 Teil des europäischen Förderprogramms „eeemerging, Emerging European Ensembles Project" war. Wichtige Auftritte führen Voces Suaves an bedeutende Festivals in ganz Europa. (Festival d’Ambronay, Festival de Saintes, Forum alte Musik Zürich, Monteverdi Festival Cremona, Seviqc Brežice Festival Slowenien, MA Festival Brügge, Festspiele Potsdam Sanssouci, Innsbrucker Festwochen der Alten Musik usw.) Die verschiedenen CD-Aufnahmen wurden mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet (u.a Diapason découverte).


Vital Julian Frey, Cembalo

Vital Julian Frey gilt heutzutage als einer der gefragtesten Cembalisten, Kammermusiker und Ensemble-Leiter. Seine Ausbildung erhielt er bei Christine Schornsheim und Robert Hill, prägende Einflüsse hatten auch Christophe Rousset und Gustav Leonhardt. Technische Souveränität und ein hohes musikalisches Niveau sind ebenso seine Markenzeichen wie eine überzeugende Bühnenpräsenz und ein persönlicher Kontakt zum Publikum. Als Solist ist er u.a. bei Lucerne Festival, Bachfest Leipzig, Menuhin Festival Gstaad, Bachwochen Thüringen, Les Muséiques Basel und Mozartfest Würzburg aufgetreten. Mit seiner erfolgreichen Konzerttätigkeit leistet er einen entscheidenden Beitrag, das Cembalo in der klassischen Musikszene neu zu positionieren.


Kammerchor Seftigen

Unter der Leitung von Patrick Secchiari führt der Kammerchor Seftigen regelmässig Konzerte in der Region zwischen Thun und Bern auf. Das Repertoire reicht von Werken des frühen Barock bis zu zeitgenössischer Musik. Der Chor zeichnet sich durch eine – für ein Amateurensemble – aussergewöhnlich feine klangliche Qualität und Transparenz aus, was zu einem grossen Publikumserfolg führte. So kamen bekannte Chorwerke wie Mendelssohns Paulus, Bachs Johannespassion oder Mozarts Krönungsmesse zur Aufführung. Der Chor geht aber auch neue Wege mit Werken von Charpentier, Rheinberger und Rutter und singt A-cappella-Werke ebenso gern wie Stücke des Opernrepertoires. Viele bekannte Solisten haben mit dem Kammerchor Seftigen musiziert. Ausserdem kamen Konzerte mit den Orchestern CAMERATA BERN, Les Passions de l’Ame, Capriccio Barockorchester, La Strimpellata oder Orchester OPUS Bern zustande.


Patrick Secchiari, Leitung

Der aus dem Berner Oberland stammende Chordirigent führt seit fünfzehn Jahren vielbeachtete Chorkonzerte auf. Neben den gängigen Formaten erklangen Flashmobs (u.a. im Bundeshaus), Mitsingkonzerte, musikalische Rundgänge durch historische Gebäude, szenische Baustellenkonzerte und offenes Singen im Museum.

Engagements brachten Patrick Secchiari ans Stadttheater Bern sowie an Festivals wie die Bachwochen Thun und Interlaken Classics. Auftritte in Rundfunk und Fernsehen gehören ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Aufträge für private Veranstalter.

Die Förderung des Gesangs bei Kindern und Jugendlichen ist Patrick Secchiari ein grosses Anliegen, so leitet er seit 2016 die Junge Oper in Biel und ist seit 2018 Präsident des Schweizer Jugendchors.

Er engagiert sich bei der Schweizerischen Föderation Europa Cantat SFEC und vertritt die Schweiz in der European Choral Association ECA-EC. In der Musikkommission der SCV ist er für das Expertenwesen verantwortlich.

Patrick Secchiari studierte Chordirigieren an der Musikhochschule Fribourg und Gesang an der Hochschule der Künste Bern. Internationale Meisterkurse bei Simon Halsey (Rundfunkchor Berlin), Ralf Weikert und Frieder Bernius. Gegenwärtig leitet Patrick Secchiari den Kammerchor Seftigen, den Kammerchor Herzogenbuchsee sowie sein selbst gegründetes Vokalensemble ardent. Er unterrichtet Chordirigieren an der Hochschule der Künste Bern (HKB) am Institut für Musik und Bewegung.