KONZERTE

Die nächsten Konzerte mit dem Kammerchor Seftigen und Patrick Secchiari


Die Jahreszeiten

Sonntag, 27. Oktober 2019, 17.00 Uhr, Casino Bern


Carine Tinney, Sopran

Max Ciolek, Tenor

Milan Siljanov, Bass

Vital Julian Frey, Cembalo


Kammerchor Seftigen

Berner Symphonieorchester

Patrick Secchiari, Dirigent

 

PROGRAMM

Joseph Haydn (1732-1809)

Die Jahreszeiten

Oratorium für Solostimmen, Chor und Orchester, Hob. XXI:3

 

Ticketvorverkauf ab 15. August 2019


Carine Tinney, Sopran

Carine Maree Tinney wurde 1989 in Schottland geboren. Die Sopranistin studierte an der Edinburgh Napier University bei Andrew Doig und Paul Keohone, wo sie mit dem »Harold Gray Prize for Solo Singing« ausgezeichnet wurde. Nach einem Masterstudium im Fach Liedgestaltung bei Gerhild Romberger und Manuel Lange an der Hochschule für Musik Detmold absolvierte sie am gleichen Institut ein Masterstudium im Fach Operngesang. Durch Meisterkurse bei Bo Skovus, Emma Kirkby, Ingeborg Danz, Sybilla Rubens, Ton Koopman und Thomas Quasthoff erhielt sie weitere künstlerische Impulse.

Carine Maree Tinney gab Konzerte in Schottland, Japan, Italien, Kanada, Deutschland und den USA. Bereits 2012 war sie mit den Joyce-Liedern von Karol Szymanowski live im DeutschlandRadio Kultur zu hören. Unter der Leitung von Helmuth Rilling sang sie 2014 die Sopranpartie in der Johannes-Passion und im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zusammen mit der Chorakademie Lübeck. Im Juni 2014 gestaltete sie erstmals die Rolle der Pamina in Mozarts Zauberflöte bei einer Produktion im Landestheater Detmold. 2015 war sie unter anderem in einer Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms in Edinburgh, im War Requiem von Benjamin Britten in Kassel und als Cendrillon in der gleichnamigen Oper von Jules Massenet an der Hochschule für Musik Detmold zu hören. 2016 sang sie die Sopranpartie in Bachs Matthäus-Passion in Minneapolis.

Sie ist Preisträgerin beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie 2014 in Stuttgart und beim Alumni-/AStA-Wettbewerb für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Detmold 2015.


Max Ciolek, Tenor

Schön singen können viele – Max Ciolek erzählt seine Musik. Nach seinem Amerika-Debut unter Ton Koopman schrieb die New York Times von einem „splendid evangelist“, und auch deutsche Zeitungen loben den „rezitativischen Erzählstil von höchster Intensität, flexibel in Tempo, Emotion und Klangfarbe“. Woher das kommt? Nun, vielleicht von den Gesangslehrern: Alastair Thompson und Mechthild Georg waren (neben Emma Kirkby und Christoph Prégardien) wichtige Helfer auf seinem musikalischen Weg.
Oder liegt es an den Dirigenten, mit denen Max Ciolek schon arbeiten durfte, an Philippe Herreweghe oder Hermann Max, an Sigiswald Kuijken oder Peter Neumann? An den vielen Auftritten in fast allen europäischen Ländern, in China, Marokko und auf Konzertpodien wie der Kölner Phil- harmonie oder dem Concertgebouw Amsterdam, an den CD- und Rundfunkaufnahmen?
Er selbst hat eine ganz einfache Antwort: Nämlich, dass das Singen bei Ihm fest in seinem Leben verwurzelt ist, natürlich, nicht künstlich. Und das seine vielen anderen Interessen, die ihm zum Teil auch Beruf(ung) geworden sind, sein Musizieren bereichern und befruchten. Und dass das Wichtigste bleibt, die Freude und innere Bewegung, die er beim Singen erlebt, weiterzugeben – mit dem Ziel, die Herzen der Hörer und Hörerinnen zu öffnen!

Milan Siljanov, Bass

Milan Siljanov studierte Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste und absolvierte den Opera Course der Guildhall School of Music & Drama in London. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den 1. Preis des Wigmore Hall/Kohn Foundation International Song Competition 2015 und den 2. Preis des ARD-Musikwettbewerbs 2018. Sein Repertoire umfasst Partien wie Collatinus (The Rape of Lucretia), Leporello (Don Giovanni) und die Titelpartie in Le nozze di Figaro. Zudem war er Stipendiat der Independent Opera Voice Fellowship der Wigmore Hall. In den Spielzeiten 2016/17 sowie 2017/18 war er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper und seit der Spielzeit 2018/19 ist er Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper.

Vital Julian Frey, Cembalo

Vital Julian Frey gilt heutzutage als einer der gefragtesten Cembalisten, Kammermusiker und Ensemble-Leiter. Seine Ausbildung erhielt er bei Christine Schornsheim und Robert Hill, prägende Einflüsse hatten auch Christophe Rousset und Gustav Leonhardt. Technische Souveränität und ein hohes musikalisches Niveau sind ebenso seine Markenzeichen wie eine überzeugende Bühnenpräsenz und ein persönlicher Kontakt zum Publikum. Als Solist ist er u.a. bei Lucerne Festival, Bachfest Leipzig, Menuhin Festival Gstaad, Bachwochen Thüringen, Les Muséiques Basel und Mozartfest Würzburg aufgetreten. Mit seiner erfolgreichen Konzerttätigkeit leistet er einen entscheidenden Beitrag, das Cembalo in der klassischen Musikszene neu zu positionieren.

Patrick Secchiari, Dirigent

Der aus dem Berner Oberland stammende Chordirigent führt seit fünfzehn Jahren vielbeachtete Chorkonzerte auf. Neben den gängigen Formaten erklangen Flashmobs (u.a. im Bundeshaus), Mitsingkonzerte, musikalische Rundgänge durch historische Gebäude, szenische Baustellenkonzerte und offenes Singen im Museum.

Engagements brachten Patrick Secchiari ans Stadttheater Bern sowie an Festivals wie die Bachwochen Thun und Interlaken Classics. Auftritte in Rundfunk und Fernsehen gehören ebenso zum Tätigkeitsfeld wie Aufträge für private Veranstalter.

Die Förderung des Gesangs bei Kindern und Jugendlichen ist Patrick Secchiari ein grosses Anliegen, so leitet er seit 2016 die Junge Oper in Biel und ist seit 2018 Präsident des Schweizer Jugendchors.

Er engagiert sich bei der Schweizerischen Föderation Europa Cantat und ist in der Musikkommission der Schweizerischen Chorvereinigung für das Expertenwesen verantwortlich.

Patrick Secchiari studierte Chordirigieren an der Musikhochschule Fribourg und Gesang an der Hochschule der Künste Bern. Internationale Meisterkurse bei Simon Halsey (Rundfunkchor Berlin), Ralf Weikert und Frieder Bernius. Gegenwärtig leitet Patrick Secchiari die Kammerchöre in Seftigen und Herzogenbuchsee sowie das von ihm gegründete Vokalensemble ardent.


Berner Symphonieorchester

Das Berner Symphonieorchester kann auf eine 140-jährige Tradition als Orchester der Schweizer Bundesstadt zurückblicken. Mit seinen rund 100 Musikerinnen und Musikern aus über 20 verschiedenen Nationen ist das Symphonieorchester neben den Sparten Musiktheater, Schauspiel und Tanz seit 2011 unter dem Dach «Konzert Theater Bern» vereint. Mit Beginn der Saison 2010/2011 trat der Schweizer Mario Venzago die Position des Chefdirigenten des BSO an. Zu seinen Vorgängern zählen unter anderem Andrey Boreyko, Dmitrij Kitajenko und Peter Maag. Namhafte Gastdirigenten wie Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Karl Böhm, Herbert von Karajan sowie in jüngerer Zeit Eliahu Inbal, Sir Neville Marriner, Eiji Oue, Jun Märkl und Michael Sanderling prägten und prägen zudem das Orchester. Solistinnen und Solisten von Weltrang wie Patricia Kopatchinskaja, Frank Peter Zimmermann, Sol Gabetta, Fazil Say, Mischa Maisky oder Jean-Yves Thibaudet, sowie junge Klassikstars wie Kit Armstrong, Lise de la Salle oder Maximilian Hornung tragen dazu bei, den guten Ruf des Berner Symphonieorchesters weit über die Landesgrenze hinauszutragen. Dies führt zu regelmässigen Einladungen ins In- und Ausland, wie zuletzt nach Deutschland, England und im Mai 2017 für eine Tournee nach China.  

Gleichrangig neben Symphoniekonzerten und Opernproduktionen legt das Orchester Wert darauf, durch ein vielfältiges Angebot an Konzertformaten wie Brunchkonzerte, Sitzkissenkonzerte, Late-Nights ein breit gefächertes Publikum zu erreichen. Ein besonderes Highlight jeder Saison ist dabei das Openair-Konzert auf dem Bundesplatz. Leidenschaft und musikalische Energie entfalten die Musikerinnen und Musiker zudem in kammermusikalischen, solistischen und pädagogischen Beiträgen. Das Berner Symphonieorchester, welches in den letzten Jahren einen Generationenwechsel durchlaufen hat, zeichnet sich durch eine aussergewöhnliche Programmatik aus und schreckt nicht vor herausfordernden Uraufführungen zurück. Im Gegenteil – die Förderung zeitgenössischer Komponisten und Komponistinnen ist schon lange eine Herzensangelegenheit des Orchesters und des Chefdirigenten Mario Venzago. 

Die besondere Energie und Spannung, die das Berner Symphonieorchester versprüht, machen jedes Konzert zu einem ganz besonderen Erlebnis!